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Wie ticke ich? Eine einfache Anleitung zur persönlichen Weiterentwicklung

Wenn ich mich auf Social Media umsehe, scheint es ganz so, als gäbe es zwei Arten von Müttern: Einerseits die Powerfrauen und Business Moms, für die die dringlichsten Themen die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben, das Vorankommen im Job und ein gutes Zeitmanagement für Zuhause sind. Und andererseits die Mütter, die mit ihren Kindern zuhause sind und deren Welt sich primär um Stillen und Beikosteinführung, durchwachte Nächte und Kinderkrankheiten dreht. War’s das? Ich frage mich, wo die Mamas sind, die zwar (gerade) Vollzeit Mutter und Hausfrau sind und dennoch Interessen verfolgen, die sich nicht primär um ihre Kinder drehen. Wie steht es bei dir mit persönlicher Weiterentwicklung, deinen Werten, Stärken und Zielen im Leben? Schaust du über deinen Tellerrand?

Die Personalistas sind eine Community für genau diese Mamas, die zwischen den Stühlen sitzen. Die das Leben mit ihren Kindern in vollen Zügen genießen, aber ebenso ab und an einen Themenwechsel brauchen und sich sinnvolle Impulse zur eigenen Entfaltung wünschen.

In diesem Artikel stelle ich dir die Grundzutaten deiner persönlichen Weiterentwicklung vor und gebe dir ein einfaches Symbol an die Hand, um in Zukunft selbst ganz leicht deine individuellen „Stellschrauben“ erkennen zu können.

Stelle dir dich selbst einmal als ein Segelboot auf seiner Reise vor…

Die 8 Grundzutaten für deine

persönliche Weiterentwicklung

1. Das Segelboot schwimmt auf dem Wasser.

Das Wasser steht für unser direktes physisches Umfeld, in dem wir leben und mit dem wir interagieren. Dazu gehören ganz unterschiedliche Bereiche wie der Arbeitsplatz, die Beziehung zu unserem Partner, Freunde, Finanzen und vieles mehr. Manchmal ist das Wasser ruhig und wie ein Spiegel, wenn die Tage zu Ferienzeiten so „dahinplätschern“. Manchmal hat man im Leben aber auch mit starkem Wellengang zu kämpfen, wenn beispielsweise der Job auf der Kippe steht. Natürlich ist man frei, einfach an einen anderen Ort zu segeln, also den Job zu wechseln. Aber man sollte vorher die anderen Teile des Segelbootsymbols berücksichtigen. Vielleicht riskiert man seine Arbeitsstelle, weil die eigenen Wertvorstellungen nicht zur Unternehmenskultur passen. Es läge in diesem Fall gar nicht am Wellengang per se, sondern an der Richtung, die das Segelboot eingeschlagen hat.

2. Das Segelboot navigiert mithilfe eines Kompasses.

Ein Kompass hilft uns zu navigieren und gibt uns auf dem Wasser Orientierung. In unserem Leben sind es Gefühle, Emotionen, körperliche Empfindungen und unsere Intuition, an denen wir uns orientieren können. Sowohl positive als auch negative Emotionen geben uns direktes Feedback auf unserer Reise und helfen uns dabei, den richtigen Weg zu finden. Der Kompass selbst ist dabei neutral und versorgt uns lediglich mit Informationen – Gefühle selbst, ob nun positiv oder negativ, stellen also nie ein Problem dar, sondern entscheidend ist die Art und Weise wie wir mit der Information umgehen und wie wir den Kompass nutzen.

3. Das Segelboot hat ein Steuerrad.

Das Steuerrad steht für persönliche Werte. Ebenso wie das Steuerrad die Richtung des Segelturns bestimmt, geben unsere persönlichen Werte den Ausschlag dafür, wie wir unser Leben leben. Werte verhelfen uns zu einer persönlich erfüllenden und sinnvollen Reise und bedürfen konstanter Aufmerksamkeit. Auch das Steuerrad muss regelmäßig ausgerichtet werden, um den Kurs zu halten. Das Steuerrad selbst ist dabei nie das Ziel der Reise. Ebenso können wir unsere Werte nie erreichen, sondern nur in der richtigen Richtung nach ihnen leben.

4. Ein Segelboot kann ein Leck haben.

Ein Leck vermindert unser Wohlbefinden, es steht für eine persönliche Schwäche. Dabei sind zunächst keine äußeren Umstände gemeint, die das Segelboot ebenso beeinflussen können (wie z.B. schlechtes Wetter, siehe 6.), sondern interne Auslöser und individuelle Glaubenssätze, Vorstellungen, Angewohnheiten und Standards, die uns negativ beeinflussen und uns Energie rauben.

Für ein voll funktionstüchtiges Segelboot reicht es nicht aus, das Leck nur zu reparieren. Das Schiff wird dann zwar nicht mehr sinken, aber es kann auch alleine durch die Reparatur keine Fahrt aufnehmen. Nur an unseren Schwächen zu arbeiten, bringt uns also im wahrsten Sinne des Wortes nicht voran. Dafür braucht es die Segel.

5. Die Segel geben dem Boot Anschub.

 Ohne Segel würde das Boot ohne Ziel und Richtung auf dem Wasser vor sich hindümpeln. Erst die Segel ermöglichen eine zielgerichtete Fahrt und geben Aufwind. Deine persönlichen Segel sind deine individuellen Stärken, die dich motivieren und antreiben. Wenn wir unsere Stärken nutzen, können wir optimal „funktionieren“, entwickeln uns weiter und können unser Bestmögliches leisten. Volle Kraft voraus!

6. Das Wetter beeinflusst unsere Reise.

Das Wetter steht für externe Umstände, die im Leben einfach geschehen, ohne dass wir diese wesentlich beeinflussen können. Manchmal ist uns das Wetter wohlgesonnen und der Wind bläst in die Segel, mal gibt es einen Sturm und unser Boot wird heftig durchgeschaukelt. Und gerade weil wir den Gezeiten ein Stück weit ausgesetzt sind, ist für den Erfolg unserer Reise, also für unser Wohlergehen ausschlaggebend, wie wir mit den Wetterbedingungen umgehen.

7. Andere Boote begegnen uns auf unserer Reise.

Du bist niemals allein auf dem Meer unterwegs. Die anderen Boote sind dein soziales Umfeld, die Menschen, die dich umgeben und die dich unterstützen oder zurückhalten können. Andere Boote beeinflussen deine Reise in jedem Fall, du kannst allerdings entscheiden, ob dies in positivem oder negativem Sinne geschieht. Du selbst entscheidest also über den Kurs deines Segelbootes.

8. Deine Reise hat ein Ziel.

Das Ziel deiner Reise ist spezifisch und erreichbar. Ebenso übersetzen deine persönlichen (Lebens-)ziele deine abstrakten, nicht erreichbaren Werte (dein Steuerrad) in konkrete Praxis.

Oh Captain, mein Captain

– wie und wodurch beeinflusst DU die Reise?

Nun kennst du die 8 Grundzutaten für deine persönliche Weiterentwicklung. Aber wo genau stehst du in diesem Bild? Na klar, du bist der Kapitän! Und wie der Kapitän mit den jeweils 8 Elementen umgeht und diese handhabt entscheidet letztlich über den Verlauf der Reise. Was macht der Kapitän des Segelboots, wenn er ein Leck entdeckt? Kann er es reparieren? Wie reagiert er, wirft es ihn aus der Bahn oder konzentriert er sich auf einen neuen Kurs?

Um diese Fragen zu beantworten, ist es hilfreich, folgende vier Aspekte genauer in Augenschein zu nehmen:  

  • Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit des Kapitäns, sich auf ein bestimmtes Element des Segelboots zu konzentrieren. Dabei ist das Maß an Aufmerksamkeit und die Art der Aufmerksamkeit entscheidend. Ist der Kapitän offen und zukunftsgerichtet oder urteilt er vorschnell mit Tunnelblick? Bekanntermaßen fließt deine Energie dorthin, wo deine Aufmerksamkeit ist. Achte also darauf, dich auf die für dich richtigen Dinge im Leben zu konzentrieren!

  • Mindset

Das Mindset des Kapitäns, seine Glaubenssätze, Denkmuster und Erwartungen, bestimmen zum großen Teil sein Verhalten. Dies gilt vor allem dann, wenn er sich von seinen Gedanken nicht distanzieren kann, sondern diese für bare Münze nimmt. Das Bewusstsein für den Einfluss deines Mindsets auf deine eigene Reise ist aus meiner Sicht DER Gamechanger. Wenn du dann noch lernst, wie du wiederum dein Mindset in die von dir gewünschte Richtung steuerst, ist dein Segelboot nicht mehr zu bremsen! Bei den Personalistas möchte ich dir ganz genau das beibringen. Für einen ersten Impuls zum Thema, schau mal in diesen Blogpost.

  • Motivation

Welche Bedürfnisse verfolgt der Kapitän mit seiner Reise? Was ist das „Warum“ hinter seinem Ziel? Welche Vorteile verspricht er sich, wenn er die Segel setzt? Die Beantwortung dieser Fragen ist nicht trivial, sondern bedarf kontinuierlicher Auseinandersetzung mit seinem innersten Wesen. Dabei spielen oft auch die Vergangenheit des Kapitäns und zurückliegende Reisen mit dem Segelboot eine wichtige Rolle.

  • Handlung

Welches Resultat zeigt sich, wenn man alle diese Punkte berücksichtigt? Mit welchem Ergebnis sticht das Segelboot in See? Welches konkrete Verhalten zeigt der Kapitän?

Der Kapitän lässt sich und sein Segelboot (idealerweise) nicht von externen Kräften auf den Wellen herumschubsen, sondern bestimmt selbst und hält das Steuerrad fest in der Hand, den Blick auf den Horizont gerichtet. Er plant seine Reise mit dem Ziel, das er selbst für erstrebenswert erachtet.

Tipps für deinen Segelturn

  • Ein Boot, das in eine selbst gewählte Richtung segelt, wird dem Sturm eher trotzen, als ein Boot, das ein als unbedeutsam empfundenes Ziel verfolgt.
  • Ein Boot, das keinen anderen Kurs einschlagen will, wird niemals andere Gewässer erreichen. So lange du Angst hast, deine Komfort-Zone zu verlassen und/oder etwas in deinem Leben aktiv zu verändern, wird sich auch das Ergebnis nicht ändern.
  • Das Wasser, welches das Boot durchsegelt, ist nicht nur aufgrund des Wetters manchmal aufgewühlt und schwer zu befahren. Genauso können Entscheidungen des Kapitäns für eine bestimmte Route die Fahrt beeinflussen. Übernimm also Verantwortung für deine Entscheidungen und sei dir deiner Selbstwirksamkeit bewusst!
  • In diesem Sinne ist es hilfreich, wenn der Kapitän sich auf diejenigen Komponenten des Segelboots konzentriert, die er beeinflussen und kontrollieren kann. So kann er beispielsweise das Wetter nicht ändern, aber sehr wohl entscheiden in Gewässer zu navigieren, in denen andere Boote unterwegs sind, die ihn bei heftigem Seegang unterstützen können.

In diesem Sinne: Ahoi! Wenn dir dieser Artikel weitergeholfen hat, leite ihn doch gerne an die Mamas in deinem Umfeld weiter, denen ein Blick an den Horizont auch gut tun würde!

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